Danzig Gdansk

danzig.info - Informationen über Danzig - Gdansk

Online Reiseführer für die Dreistadt Danzig mit Zoppot und Gdingen

Danzig (Polnisch: Gdansk) hat knapp 470.00 Einwohner und liegt direkt an der Ostsee in Pommern im Norden von Polen. Mit den beiden Ostseestädten Zoppot (Sopot) und Gdingen (Gdynia) bildet Sie die Dreistadt (Trójmiasto). Die Geschichte von Danzig reicht bis ins Jahre 997 zurück. Dank zahlreicher neuer Flugverbindungen ist Danzig jetzt aus Deutschland besonders schnell und günstig zu erreichen.

Rechtstadt Luftaufnahme Danzig

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt sind fast alle im Zentrum gelegen, entweder in der Rechtstadt oder der Altstadt. Erfreulicherweise liegen die beiden Stadtteile direkt nebeneinander. Da beide im letzten Weltkrieg fast vollständig zerstört wurden, handelt sich bei den heutigen Gebäuden meist um wiederaufgebaute Bauwerke. Der Wiederaufbau erfolgte jedoch stets nach historischen Vorlagen.

Die Sehenswürdigkeiten im Überblick
Rechtstadt - Hier findet man die mit Abstand meisten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Darunter auch die Marienkirche, das Goldene Haus, der Artushof und das Goldene Tor.
Attraktionen - Hier werden alle weiteren Attraktionen von Danzig präsentiert, dazu gehört die Altstadt, ebenso wie die Danziger Werft und der Oliwa Park.
Sopot - Der Kurort gilt als der beliebteste Badeort in Polen und beheimatet den längsten Holzsteg Europas. Er liegt nur 13 km vom Danziger Stadtzentrum entfernt und grenzt an den Norden der Stadt.
Gdynia - Ist die zweitgrösste Stadt der Dreistadt und liegt angrenzend an Sopot im Norden. Die Industriestadt hat einige Sehenswürdigkeiten wie die Südmole.

Weitere Informationen
Stadtinfo gibt interessante Informationen zu den wichtigsten Dingen in Bezug auf einen Aufenthalt in den 3 Städten. So erfährt man was über Einkaufsmöglichkeiten, Öffentliche Verkehrsmittel, Taxis, Restaurants, aber auch Servicethemen wie Notrufnummern und Feiertage werden angesprochen.
Anreise gibt einen Überblick über die Anreisemöglichkeiten und zeigt auch wie man am besten vom Flughafen in die Stadt kommt.
Die Geschichte von Danzig - Von der Gründung Danzigs über die Hansestadt zur Neuzeit.
Hotelbuchung - Hotels in Danzig - Hotelzimmer (2 Personen) jetzt schon ab 30 Euro pro Nacht!

Danzig Innenstadt Danzig 3 Tore
Stagiewna Gdasnk
Langer Markt Danzig

Kurzer historischer Überblick zum Einstieg über Danzig

Die polnische Hafenstadt Danzig (Gdańsk) liegt sowohl an der Ostseeküste als auch an der Weichselmündung und wurde als Siedlung nach aktuellen Funden etwa im ersten Jahrhundert vor Christus gegründet. Im 20. Jahrhundert erlangte die ehemalige Hansestadt große Prominenz als einer der Ausgangsorte des Zweiten Weltkrieges (Angriff auf die Westerplatte am 01.09.1939), auch bezieht sich der Roman "Die Blechtrommel" von Günter Grass sehr stark auf Danzig. Der Literaturnobelpreisträger stellt die Geschichte äußerst verkürzt etwa so dar: Es "... kamen die Rugier, ..." (während der Völkerwanderung) "... die Goten, ... Kaschuben ... und Polen. ... Adalbert von Prag wurde von Kaschuben erschlagen ... im Dorf Gyddanyzc - Danczik - Dantzig - Danzig - Gdańsk." Der Name Danzig leitet sich vermutlich vom gotischen Begriff für "Schanze" ab.

1. Jahrhundert v. Chr.: Ansiedlung von Goten an der Weichselmündung, Mischung von skandinavischen Elementen (darunter Wikinger) mit den Bewohnern des späteren Preußens und Polens

1. - 9. Jhd. n. Chr.: Ackerbau und Bernsteinwirtschaft an beiden Weichselufern durch baltische Stämme (Vinodi im Westen, Esthi im Osten), Entstehung von Handelswegen für den Bernsteintransport bis nach Ägypten

997: Bischof Adalbert von Prag tauft Heiden an der Weichselmündung und wird am 23. April 997 vermutlich in Gyddanyzc erschlagen. Von diesem Datum rührt die erste urkundliche Erwähnung des Ortes her (Chronik von Johannes Canaparius).

12. Jhd: Die Samboriden herrschen in Danzig, 1185 gründet Herzog Sobies?aw I. das Kloster Oliva.
Um 1224: Danzig erhält das Stadtrecht ("Lübisches Recht") durch Herzog Swantopolk II. von Pommern. Es folgt 1295 das Magdeburger Stadtrecht, verliehen durch König Przemysław II. von Polen.

1308-1454: Der Deutsche Orden übernimmt im Zuge von Konflikten zwischen Kaschubiern und dem brandenburgischen Markgrafen die Stadt, unter Umständen (die deutsche und polnische Geschichtsschreibung unterscheiden sich hier) kam es dabei zu Massakern. Danzig bestand in dieser Zeit aus den Teilen Ordensburg, Hakelwerk, Rechtstadt, Speicherinsel, Alte Vorstadt, Altstadt und Neustadt. Viele Deutsche wanderten in dieser Zeit nach Danzig ein.

1361: Danzig wird Vollmitglied der Hanse und bleibt dies bis 1669.

1454: Die Stadt unterwirft sich der polnischen Krone, es folgt der Dreizehnjährige Krieg des Deutschen Ordens gegen die polnische Herrschaft, den die Polen gewinnen. Danzig wird ab sofort als Haupthafen des polnisch-litauischen Gebietes immer bedeutender.

1480 - 1630: Danzig ist die blühendste Hafenstadt unter den östlichen Ostseeanrainern und dabei unabhängig, Eroberungsversuche des Polenkönigs Stephan Batory im 16. Jahrhundert und des Schwedenkönigs Gustav II. Adolf im frühen 17. Jahrhundert werden abgewehrt. In dieser Zeit beginnt sich auch in der Stadt die Reformation durchzusetzen, die später zu Konflikten zwischen Reformierten und Lutheranern führt.

1650: In der Stadtrepublik Danzig leben rund 77.000 - 100.000 Menschen.

1701: In Königsberg und Danzig beginnen die Arbeiten am Bernsteinzimmer.

1793: Danzig wird preußisch und verliert dabei die Autonomie.

1807-1813: Danzig wird Napoleonische Freie Stadtrepublik.

1813: Französische Truppen, die mit Polens Heer koaliert hatten, ergeben sich dem russisch-preußischen Heer.

1815 - 1919: Rückkehr zu Preußen und Status als Hauptstadt Westpreußens, großer wirtschaftlicher Aufschwung

Anfang des 20. Jahrhunderts: Danzig ist und bleibt Festung mit einer starken Garnisonsbesatzung.

1920 - 1939: Freie Stadt Danzig nach Vereinbarung aus dem Vertrag von Versailles, die Stadt gehört damit nicht mehr zum Deutschen Reich. Sie untersteht jedoch dem Völkerbund und wird von polnischen und britischen Truppen kontrolliert. Die Stadt ist mehrheitlich deutsch bevölkert, diese Einwohner empfinden den Status als Rechtsbruch. Bei den Wahlen zum ersten Danziger Volkstag erringen die Deutschen die Mehrheit, sie stellen 95 Prozent der Bevölkerung nach einer Volkszählung aus dem Jahr 1923. Die Aufgabe der Autonomie bringt neue Zollgrenzen und damit wirtschaftliche Probleme mit sich. Die Republik Polen rüstet den Hafen Westerplatte auf, stationiert ihr Militär im Hafen und legt dort ein Munitionslager an. In der deutschen Bevölkerung wachsen die Ressentiments gegen Polen.

1933: Die nach wie vor unabhängige Stadt führt Wahlen nach deutschem Vorbild durch, die auch hier vertretene NSDAP wird stärkste Kraft, kann aber nicht allein regieren. Dennoch erklärten die Nationalsozialisten in Danzig die Stadt zum Deutschen Gau.

August 1939: Gauleiter Albert Forster erklärt sich selbst zum Staatsoberhaupt.

1. September 1939: Deutsche Marinetruppen greifen von der Ostsee aus das polnische Munitionsdepot auf der Westerplatte an und eröffnen hiermit den Zweiten Weltkrieg. Am selben Tag verfügt der Danziger Gauleiter Albert Forster den Anschluss an das Deutsche Reich, ein völkerrechtswidriger Akt.

1939 - 1945: Die Stadt erhält nach der deutschen Besetzung den Status als Reichsgau Danzig-Westpreußen, es folgen Deportationen der Juden und der polnischen Minderheit.

1945: Sowjetische und polnische Truppen erobern gemeinsam die Stadt zurück.

1945 - 1990: Unmittelbar nach Kriegsende werden die deutschstämmigen Bürger Danzigs weitestgehend vertrieben, die deutsche Restbevölkerung beläuft sich Ende der 1940er Jahre auf nur noch fünf Prozent. Diese Personen müssen fortan mit Enteignung und mangelndem Rechtsschutz leben. Danzig gehört nun zum polnischen Staat und entwickelt sich wirtschaftlich gut durch die Werft.

Dezember 1970: In der Danziger Werft beginnen Streiks und ein Aufstand gegen das kommunistische polnische Regime, das die Entwicklung bislang noch aufhalten kann.

August 1980: Lech Wałęsa führt erneute Streiks in der Danziger Werft an und gründet eine landesweite Gewerkschaftsbewegung. Deren Wirkung führt zum Umsturz. Das kommunistische Regime dankt ab, es entsteht die Dritte Polnische Republik.

1990: Der Eiserne Vorhang fällt in ganz Osteuropa. Danzig entwickelt sich zur weltoffenen, prosperierenden Stadt und schützt die deutsche Minderheit, deren Bund in jenem Jahr rund 5.000 Mitglieder zählt.

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